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SCM-Liveticker


Am Samstag, den 20.10.2018 unterlag die erste Herrenmannschaft des SC Memmelsdorf dem VC DJK München-Ost mit 3:1 (25:16, 17:25, 25:19, 25:18) vor heimischen Publikum.

Die Anfangsstrategie war eigtl. klar vorgegeben. Gezielte risikoreiche Aufschläge immer wieder auf dieselbe Person, so dass der Gegner gar keinen ordentlichen Angriff aufbauen kann und dann in stabilen Doppelblock und Feldabwehr selber gute Chancen herausarbeiten oder sogar direkt den Ball beim Gegner auf den Boden bringen. Aber viel zu zaghaft gingen hier die Memmelsdorfer vor. Die Aufschläge waren bis auf wenige Ausnahmen viel zu harmlos, so dass die Münchner immer wieder ihren starken 5er J. Kessler sogar teils nur gegen Einerblock zum Einsatz bringen konnten. Erst der 13. (!) Aufschlag der Oberfranken konnte zu einem Punkt veredelt werden. Vorher konnte München immer sein Side-out durchbringen. So darf man natürlich nicht als Gastgeber vor 80 heimischen Fans auftreten. Gepaart auch noch mit einer schwachen Annahme und demzufolge schwierigen Angriffssituationen gegen Doppelblock ging der Satz deutlich an München mit gerade einmal 16 Punkte für die Gastgeber.

Im 2. Satz funktioniert die Strategie dann deutlich besser. Die eigenen Aufschläge wurden mutiger und präziser, während man auch noch in Annahme eine gute Schippe an Genauigkeit nachlegte. Bessere Blocks und variablere Angriffe resultierten daraus von ganz alleine. Besonders Außenangreifer Zhenya Nesterov ist hier besonders hervorzuheben. 6 Aufschlagspunkte machte er alleine. So kann sich die Retourkutsche sehen lassen und der SCM heimste diesen Satz verdient mit 25:17 ein.

In Satz 3 jedoch war anscheinend wieder alles vergessen, was man gerade gut gemacht hatte. Wieder kaum Punkte aus dem eigenen Aufschlag und Instabilitäten bzw. Absprachprobleme in der Annahme. Hier hätte ein Michael Wiechmann, um dem einen oder anderen Spieler eine Verschnaufpause zu gönnen, gut getan. Dieser war jedoch leider das Wochenende verhindert. Also Déjà vu aus dem ersten Satz mit 25 zu 19 für die Gäste.

Dafür versprach der 4. Satz glücklicherweise eine Wiederholung des 2. Satzes zu werden. Vielleicht lag es an der Seite oder weil der Pizzageruch besser durch kam. Auf jeden Fall fing es sehr gut für die „Grünen“ an. Ein 8:1 Vorsprung und das nachdem man vorher gezweifelt hatte, ob hier jemals ein Aufschlag im Training trainiert wurde. Dann passierte etwas, was man in Memmelsdorf eigtl. gar nicht kennt. Trotz guten Annahmen, die Junglibero Julian Zachert und seine Mannen nun im Griff hatten, kam man im Angriff nicht durch. Es mangelt teils an der Präzision (Block geschlagen oder Aus) oder an der Schlaghärte, welche man eigtl. noch nie vermissen hat lassen. Nach einem 11:8 gab man schließlich zum 13:15 die Führung ab und verlor den verhexten Satz mit 18:25.

„Nach so einer hohen Führung dürfen wir einfach nicht mehr das Ruder aus der Hand geben. Unglaublich, dass wir uns das haben nehmen lassen“ so ein über sich und sein Team verärgerter Außenangreifer Stefan Kolb am Ende.

Doch, dass man wahrscheinlich ein paar Spiele mehr in der Regional- als in der Bayernliga verlieren wird, war von Anfang an klar und wird die Memmelsdorfer nicht in ihren weiteren Spielen belasten. Diese Leistung reichte offensichtlich noch nicht, also muss man halt mehr tun – ganz einfach. Große Kinder von Traurigkeit waren die Oberfranken noch nie und werden nun nur noch mit mehr Ehrgeiz in die weiteren Spiele gehen und entsprechend dafür trainieren.

Für Memmelsdorf spielten:

Breuninger, Kolb, Lakatos, Maier, Nesterov, Schlegel, Schmelzer, Schüler, Sears, Werner N., Zachert

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