SC extreM

Die 2 im Club !   Christian Schwab und Franz Rudel  -  10 mal Berlin-Marathon

Resümee  -  persönliche Gedanken

 

Beide, vom Laufvirus infiziert, schafften es heuer zum 10 mal auf der Marathonstrecke von Berlin die Ziellinie zu überqueren. Nicht ohne Grund war es wohl Berlin, auf der Strecke auf der fast im Jahrestakt die Weltrekordzeit neu justiert wird, wo Starter aus der ganzen Welt ihr Bestes geben, wo es anderswo kein vergleichsbares Publikum gibt, ….

Beide kämpften in Berlin  häufig Seite an Seite auf der Laufstrecke, und hatten auch sonst bei ihren langen Vorbereitungsläufen viel Spaß.

 

Zum Vergleich ein paar Zahlen/Fakten, obwohl das eigentlich keine Rolle spielt:

 

                                                                   Christian Schwab             Franz Rudel

Erster Lauf in Berlin                                       2004                                                      2002

Bestzeit (Berlin und überhaupt)                2:38:46 (2009)                                   2:39:07 (2008)

Beste Gesamtplatzierung                          171                                                         177

Beste AK Platzierung                                   45                                                10 / 1. Deut. AK 45

Durchschnittszeit aller Läufe                   2 Std. 55 min                                     2 Std. 59 min

Bisher letzter Lauf in Berlin                       2013                                                      2013

 

Bericht Franz Rudel:

jubi, jubi, Jubileeeeee !!!!!!!

10 mal Berlin Marathon - Gedanken

Der Gedanke einmal einen Marathon zu absolvieren war schon zu Beginn meiner ersten Laufversuche in meinem Kopf. Geplant war dann 2002 aber zunächst im Herbst ein Halbmarathon in Berlin, im Herbst gibt es aber nur den klassischen Marathon in Berlin. Also warum halbe Sachen machen, dachte ich mir. Laufe ich eben eine Marathon. Wer einen halben Marathon laufen kann, der schafft auch einen ganzen, da war ich mir sicher. Ich ging also sehr naiv an die Sache ran, anders kann man es nicht sagen. Als blutiger Laufanfänger machte ich so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Schließlich doch völlig erschöpft im Ziel angekommen, vom Hammermann schwer getroffen, wollte ich mir einen weiteren Marathonstart nie mehr antun. Aber irgendwie war ich auf sonderbare Weise fasziniert, vom Umfeld, vom dem sich durchbeißen müssen, vom internationalen Laufpublikum und vom Flair dieser  pulsierenden Stadt. Es ging also weiter. Wann der Plan reifte, 10 Läufe in Berlin  ins Ziel zu bringen, und so in den sog. Jubilee-Club aufgenommen zu werden, weiß ich gar nicht mehr so genau. Jedenfalls sollten weiter 9 Starts, genau genommen 10 weitere Starts folgen, da ein Lauf, bei dem ich verletzungsbedingt aufgeben musste nicht für die Wertung  bezüglich  Jubilee-Club zählte.

Als Highlight bleiben sicher nachhaltig in Erinnerung: Der Lauf zur persönliche Bestzeit auf meiner Lieblingsstrecke, das Mitfiebern der Familie, der Händedruck mit Gratulation zum gerade gelaufen Weltrekord mit der Lauflegende Haile Gebrselassi im Zielbereich, die vielen km an der Seite meines Laufkollegens Schwabi , die blaue Linie, die die Laufstrecke durch Berlin markiert, der Blick des Rennarztes in meine Augen beim Überqueren der Ziellinie  und ganz besonders die Anspannung und die immer wieder kehrenden Rituale schon vor dem Lauf. Übrigens, die städtebaulichen Schönheiten der Stadt registrierte ich beim Laufen nicht wirklich, das Publikum umso mehr.

Na gut, jetzt ist es geschafft, und ich habe einen Traum weniger. So ist das im Leben. Weitere konkrete Pläne für Berlin habe ich nicht, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass mich die Faszination Berlin Marathon nicht loslassen wird. Übrigens, mit der Mitgliedschaft im Club ist eine die lebenslange Startplatzgarantie verbunden und ab dem nächsten Jahr  werden aufgrund der enormen Nachfrage die Startplätze für alle übrigen Bewerber ausgelost. Irgendwie fühlt man sich so doch ein bisschen geehrt.

Berlin Marathon Zeiten

2013      3.27.23

2012      2.58.54

2011      2.54.26

2010      nicht motiviert

2009      2.43.56

2008      2.39.07

2007      3.05.48

2006      2.45.04

2005      2.43.12

2004      verletzt ausgeschieden

2003      2.54.46

2002      3.36.42

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht Christian Schwab:

10 Jahre Berlin Marathon – Vorsicht ansteckend!

 

Mit dem Berlin Marathon 2004 wurde ich praktisch mit dem Läufervirus infiziert. Im gleichen Jahr habe ich erst das Laufen begonnen und wurde, mehr oder weniger, von meiner marathonerfahrenen Schwiegermutter Elli, zum Marathon genötigt. 42km am Stück laufen!?! Was für eine Schnappsidee! Soviel bin ich in den vorherigen 15 Jahren nicht mal insgesamt gejoggt! Ohne Ball in der Hand oder am Fuß macht das doch weder Sinn noch Spaß! Trotzdem habe ich mich schon damals sehr konsequent auf diesen Lauf vorbereitet. Wollte mir ja nicht die Blöße geben und hinter meinen Schwiegereltern ins Ziel kommen...!
Dann in Berlin, zum ersten Mal auf einer Läufermesse. Aha, hier treffen sich nun diese ganzen Verrückten und kommen beim Anblick der unzähligen Laufschuhe und Klamotten in Ekstase. Noch fühle ich mich noch gar nicht als Teil dieser Massenbewegung, sondern eher als Außenstehender. Ganz zu schweigen davon, dass ich hier in ein paar Jahren selbst stehe, um meine eigene Laufbekleidung zu verkaufen! Samstag früh, dann ein erster Eindruck, was es bedeutet in Berlin zu laufen:  der beliebte Frühstückslauf bei dem bereits 10.000 Läufer teilnehmen. Ziel Olympiastadion. Das erste Mal Gänsehaut! Damals schon mit von der Partie: Franz Rudel. Laufkollegen konnte ich ihn, im Gegensatz zu heute, nicht ernsthaft nennen, da es mir ja kaum möglich war mit ihm zu trainieren. Es sei denn ich hätte einen Tempolauf und er eine regenerative Einheit gemacht J! Einen Marathon in 2:45 Std. zu laufen, war mir absolut unbegreiflich. Mein erklärtes Ziel war unter 4 Stunden zu bleiben...! Ich will jetzt nicht noch weiter ausholen und jeden Marathonkilometer durchgehen, aber mein Debut auf dieser Strecke verlief so überraschend problemlos und es machte mir so unglaublich viel Spaß, dass ich sofort einen ungeahnten Ehrgeiz entwickelte, mich beim nächsten Mal zu steigern. Das hatte zwar leider den Effekt, dass ich mich neu einkleiden musste ( von Hosenweite 36 auf 32 geschrumpft ), aber das war zu verkraften. Auch der nächste Marathon (Berlin 2005) lief wieder super, und der nächste auch und der nächster wieder und es ging einfach immer weiter. Ich wurde jedes Jahr  für mein gesteigertes Trainingspensum mit einer Bestzeit belohnt. Teilweise mit extremen Leistungssprüngen. Aber irgendwann wird dann doch die Luft dünn. Die Umfänge lassen sich nicht unbegrenzt erhöhen ohne dass Familie und Arbeit noch mehr leiden müssen. Mein Ziel einmal die 2:40 zu unterbieten erreichte ich 2009 und da war klar, dass es sehr schwer werden wird, diese Motivation und Askese noch einmal aufzubringen. Aber eines blieb dann auch in den Folgejahren eine feste Größe: bis zum Berlin Marathon muss die Form einigermaßen stimmen! Auch wenn ich an frühere Zeiten vorerst nicht mehr rankomme, so muss immer das Maximum aus der derzeitigen Situation herausgeholt werden. Denn zu den 25.000 Marathontouristen, die jährlich hier starten, zähle ich mich noch lange nicht!

Meine Marathon-Zeiten in Berlin:

2004: 3:44:48 (Platz 8617)

2005: 3:19:39 (Platz 3089)

2006: 2:59:16 (Platz 759)

2007: 2:42:40 (Platz 188)

2008: 2:40:01 (Platz 203)

2009: 2:38:46 (Platz 171 / M35 Platz 45)

2010: 2:45:34 (Platz 296)

2011: 2:46:51 (Platz 310)

2012: 2:48:23 (Platz 407)

2013: 2:50:47 ( Platz 548)

Durchschnittszeit: ca. 2:55:40

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