Vom 30.05. bis 06.06. 2009 fand das Internationale Deutsche Turnfest in Frankfurt am Main statt.

gelebtes Turnfestmotto: Wir schlagen Brücken
Am 02.06.2009 um 8.00 Uhr machten wir, 8 Memmelsdorfer, uns auf den Weg nach Frankfurt zum Turnfest, da unsere Trainerin Gudrun Lieb schon seit dem 30.05. da war.
Nach unserem kurzen ersten Aufenthalt in der Geschwister-Scholl-Schule, wo wir wohnten, ging es gleich mit vielen U- und S-Bahnen zur Frankfurter Messe. Dort gab es eine große Auswahl an Sportarten, wo wir uns austoben konnten. Auf einer sogenannten Airtramp versuchten wir unser Glück beim Flick Flack. Nach einem sehr anstrengenden Tag gingen wir, da wir 2 Stunden warten mussten, zu McDonalds und stärkten uns. Als wir in unserer Unterkunft in Mühlheim-Dietesheim ankamen erfuhren wir den Grund unserer Wartezeit. Auf den S-Bahnstrecke hatte es gebrannt. Später fielen wir todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag hatte als erste von uns Turnerinnen Theresa Wettkampf. Die Aufregung war groß. Wir mussten die Startunterlagen holen, Plätze für den Wettkampf ergattern und die Aufregung unter Kontrolle bringen. Aber dann ging es los und sie erreichte ein gutes Ergebnis. Danach hatten wir noch einmal Zeit uns auf der Messe auszutoben.
Später waren wir noch an der Turnfestmeile. Die Turnfestmeile zieht sich an beiden Seiten des Mainufers entlang. Hier werden Vorführungen gezeigt, es gibt viele Essens- und Trinkstände und am Abend geht hier die Post ab. Als wir dann etwas früher als am Tag zuvor in der Unterkunft ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass wir vom 2. Stock ins Erdgeschoß umziehen mussten. Das Problem dabei war, dass Gudrun, Vanessa und Irmgard erst spät abends zurück kamen, weil sie noch beim Finale der Rhythmischen Sportgymnastik waren. Wir konnten uns entscheiden zwischen 15 Bambergern, oder 7 Schneyder. Da die Zimmer nicht besonders groß waren, fiel die Entscheidung sehr leicht. (was sich als richtig herausstellte)
Am Donnerstag hatten Daniela und Vanessa Wettkampf. Da wir die Aufregung ja schon gestern hinter uns gebracht hatten, ging alles etwas schneller. Da Daniela auch einen Leichtathletikwettkampf (100m Lauf) absolvieren musste, sind wir mit dem Bus zur Sportanlage Rebstock gefahren. Hier war ebenso eine gute Stimmung wie in der Messe. Die Siegerehrung fiel allerdings doch etwas anders aus. Während man in der Messe nur die Medaille ohne große Worte überreicht bekam, wurde man an der Sportanlage aufgerufen und von einem netten jungen Mann für seine Leistung beglückwünscht. Dann bekam man die Medaille auf einem Podest überreicht und konnte sich seinen Applaus abholen.
Um 14.00 Uhr sind wir dann alle in die Ballsporthalle gefahren und haben das deutsche Gerätturnfinale I angeschaut. Einige Mutige von uns sind sogar zu den Turnern und haben sich Autogramme geholt z.B. von Fabian Hambüchen, Philipp Boy und Marcel Ngyuen. Das Gerätturnfinale II ging erst um 19.00Uhr los, deswegen mussten wir die Halle zwischenzeitlich verlassen. Wir holten uns für den Abend etwas zur Stärkung und waren pünktlich zum Gerätturnfinale II wieder auf unserem Platz. Fabian Hambüchen wurde Deutscher Meister im Sprung, Hochreck, Ringe und Barren. Philipp Boy wurde Deutscher Meister am Boden. Deutscher Meister am Pauschenpferd wurde Philip Sorrer. Kim Bui wurde Deutsche Meisterin am Sprung und Boden, Anja Brinker wurde Siegerin am Stufenbarren. Das Balkenfinale konnte Joeline Möbius für sich entscheiden.
Am Freitag hatten Johanna, Veronika und Selina alias Christina ihren Wettkampf, der, wie alle anderen auch, gut verlief. Auch Johanna und Veronika zeigten ihr Können nicht nur in der Halle beim Turnen sondern auch auf der Bahn beim 75m Lauf. Da der Wettkampf ohne Probleme und relativ schnell erledigt war, gönnten wir (Selina, Johanna, Veronika, Irmgard und Heike) uns eine kleine Pause im Stadion.Am Nachmittag war dann „Trakour“ angesagt. Wie erklärt man Trakour?
Es gibt Leute die in ihrer Freizeit durch die Stadt rennen und alle Hindernisse mitnehmen die es gibt – oder so. Damit jeder das mal probieren kann, haben Sie bestimmte Stationen in der Halle aufgebaut, an denen man verschiedene Situationen trainieren kann. Z.B. muss man von Schwebebalken zu Schwebebalken springen, über Holme klettern, über einen Kasten sich abrollen, eine Weichbodenmatte hochklettern und auf der anderen Seite abspringen usw. Später sind wir durch die Innenstadt von Frankfurt gelaufen und wollten etwas Sightseeing betreiben, aber wir waren doch sehr müde vom vielen Laufen der letzten Tage.
Mit der Straßenbahn sind wir dann zur Stadiongala in die Commerzbankarena gefahrenen.
Dort angekommen, packten wir unsere dicken Jacken aus da es doch recht kalt wurde. Aber dann ging das Spektakel los und wir vergaßen die Kälte und staunten über das was uns im Stadion geboten wurde. Am meisten waren wir natürlich wieder auf die Turner gespannt und was sie uns zeigen würden. Wir wurden nicht enttäuscht. Natürlich gab es tosenden Applaus als alle Turner nochmals an den Tribünen vorbeigingen und sich feiern ließen.
Nun kam der letzte Abend und wir wollten nicht wirklich in den Schlafsack krabbeln aber die frische Luft den ganzen Tag ließ uns doch wieder gut schlafen.
Dann war unser Aufenthalt auch schon vorbei und wir fuhren am Samstag wieder zurück nach Hause. Es hat uns sehr gefallen, sodass wir hoffen 2013 wieder hinfahren zu können.
 von links: Selina Müller, Johanna Dotterweich, Daniela Dotterweich, Theresa Uttenreuther, Vanessa Pickel, Veronika Jakob
geschrieben von: Johanna Dotterweich, Veronika Jakob und Daniela Dotterweich
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