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Zum letzten Heimspieltag in der Debut-Landesligasaison hatte die zweite Volleyballmannschaft des SC Memmelsdorf in die heimische Seehofhalle geladen.

Mit dem Liga zweiten, dem BSV Bayreuth II, gastierte zunächst ein äußerst starker und auch körperlich großer Gegner. Memmelsdorf hielt bis Mitte des ersten Satzes gut mit, und konnte auch gegen den starken Bayreuther Block trotz mittelmäßiger Annahme regelmäßig punkten. Dann jedoch brach die Heimmannschaft  überraschend ein, und mit einer ungekonterten Aufschlagserie gewannen die Gäste den ersten Satz für sich. Im zweiten Satz dann genau das umgekehrte Bild: Nach anfangs ausgeglichenem, guten Spiel zog zum Satzende der SCM mit einem sieben Punkte run zum 1:1 Satzausgleich davon.

 

In Satz erlebten die Zuschauer ansehnliches  Landesligavolleyball auf Augenhöhe. Wenige kleine Fehler (insbesondere zu viele verschlagene Aufschläge) ließen die Punktewaage jedoch mit 25:23 knapp zu Gunsten der Gäste ausschlagen. In Satz vier verließ die Heimmannschaft dann irgendwie wohl Kraft, Moral und Spielwitz, sowie die nötige Stabilität in der Annahme. Der mit 18:25 doch deutliche Satz- und damit auch Spielgewinn für Bayreuth war die Folge. Dennoch haben sich die Memmelsdorfer in einem ansehnlichen wenn auch durchwachsenen Spiel gegen einen starken Gegner teuer verkauft, auch wenn im Endeffekt bilanziert werden muss, dass mehr drin gewesen wäre.

 

Das Augenmerk lag also folglich auf der zweiten Partie des Tages gegen den TB/ASV Regenstauf II. Bei einem Sieg war der Klassenerhalt rechnerisch gesichert, so gingen die Mannen um Interimsspielertrainer Carsten Jürck hochmotiviert, aber auch leicht nervös, in die Partie. Die junge Mannschaft aus Regenstauf zeigte bereits in Satz eins ihr vereinzelt vorhandenes Potential, machte jedoch mit zu vielen Eigenfehlern dem SCM den Gewinn von Satz eins nicht zu schwer.

Dies rächte sich im Satz zwei, da es den Memmelsdorfern – auch aufgrund starker Aufschläge des Gegners – nicht gelang, zur eigenen Linie zu finden. Der deutliche 15:25 Satzverlust war das logische Resultat.

Im dritten und vierten Satz gelang es dann den Hausherren, die imaginären Schalter im Kopf wieder umzulegen, und die nötige Dominanz auf dem Spielfeld auszustrahlen. Mit starker Annahme überzeugte vor allem Daniel „der Nusser“ Beßler, wie auch Starlibero Darius Bacchani, dessen Abehreinlagen vereinzelt an Neo aus dem Film „Matrix“ erinnerten. 

Regenstauf war in dieser Phase ein unangenehmer Gegner, und vor allem SCM-Zuspieler Leo Jacob haderte des Öfteren mit den zweifelsfrei richtigen Entscheidungen des Schiedsgerichtes. Nach dem Spiel konnten ihm glücklicherweise diverse Youtube-Lehrvideos die Mangelhaftigkeit seiner Technik im oberen Zuspiel verdeutlichen. Um zum Thema des Berichts zurückzufinden: Memmelsdorferkäpfte sich in einer hitzigen Partie die Sätze drei und vier knapp (25:22, 25:23) aber im Endeffekt verdient, und bleibt der Landesliga deshalb mindestens um eine weitere Saison erhalten.

Im Interview äußerte sich SCM-Mittelangreifer und nächstjähriger Bachelor-Kandidat Mathias Merkl in charmantem schwäbisch: „A jo, wir habedheude gezeigt, dass mir do her ghöre in d’Landesliga. Und da wolle ma au no a baarJährle bleibe!“. Auch Ersatzzuspieler Tobias Reinhauer äußerte sich nach dem Spieltag erleichtert: „Wegen dieser scheiß Fastenzeit hab’ ich die ganze Zeit Hunger, es gibt nix gscheid’s zu Essen daheim, Mann! Und trinken darf ich auch nix. Da is’ ja ka Wunder, dass ich den Aufschlag nedüber’s Netz gebracht hab!“