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TUI-Marathon am 17.10.2010 in Palma auf Mallorca.
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja keinen Marathon laufen. Nach Berlin 2009 hatte ich die Schnauze vom Laufen gestrichen voll. Allerdings kam dann schon ein bisschen Wehmut auf, als ich dieses Jahr nur als Zuschauer in Berlin an der Strecke stand. Aber mir war ja klar, das mit ab und zu mal eine Stunde laufen kein Marathon zu bestreiten ist und das Wetter in Berlin war ja auch nicht wirklich einladend.
Eine glückliche Fügung (ebay sei Dank) brachte mich dann aber zum Marathonwochenende nach Mallorca. Und dann gab es da auch noch die Möglichkeit sich kurzfristig für alle Läufe nachzumelden. Auf jeden Fall stand ich dann am Sonntag früh bei besten Laufwetter (trotz angekündigtem Regen) mit ca. 6.000 anderen Läufern, davon ca. 1.400 Marathonis am Start. Pünktlich um 9 Uhr ging es los. Ich hatte mir vorgenommen nicht nach der Uhr sondern nur nach Gefühl mein „Wohlfühltempo“ zu laufen. Nach den ersten 10 Kilometer in Richtung Hafen und zurück in 49 Minuten ging es fast 10 Kilometer quer durch Palma. Mal rauf, mal runter, durch enge Gassen über Kopfsteinpflaster und um zig Kurven. Nach dieser kräftezehrenden Strecke war ich froh wieder in die Ebene zu kommen. Die Halbmarathondurchgangszeit von 1:44:15 war so gut, dass ich Bedenken hatte, dieses Tempo weiterzulaufen. Zudem blies uns nun auch noch ein kräftiger Wind ins Gesicht. Die Strecke führte uns Richtung Flughafen bis zum Wendepunkt bei 30 km. Auch die Durchgangszeit immer noch auf Bestzeitkurs (2:29:37). Doch so langsam machte sich dann das fehlende Training bemerkbar und die Muskulatur zeigte erste Anzeichen von Ermüdung. Direkt entlang des legendären Ballermanns ging es wieder zurück Richtung Ziel unterhalb der Kathedrale. Inzwischen stürmte es teilweise heftig und auch der angekündigte Regen fing an. Jetzt hieß es durchbeißen. Wie immer waren die letzten Kilometer eine Qual. Aber nach 3:34:06 ins Ziel einzulaufen war Belohnung genug. Ich frage mich, warum ich für Berlin 2009 so viel trainiert habe. Muss wohl am Laufpartner gelegen haben. Apropos Laufpartner, natürlich hat auch Oli wieder in einer Superzeit unter 3:30 gefinisht. Nur 3 Wochen nach Berlin lief er nach 3:28:36 ins Ziel.
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