Home Artikel 37.Berlin-Marathon 2010 18.05.2012 
 
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37.Berlin-Marathon 2010 | Drucken |
Günther schwebt (schneller als alle Anderen!?!)   Schwabi wieder bärenstark in 2:45:34 St
Wettkampfbericht der Ausdauerathleten des SCM, Günther und Schwabi folgen.:
 
Gnther_berlin10Günther:

Schneller als Schwabi, schneller als Haile ?!
Endzeit 1:45:44, Halb 0:53:43.          

Aber immer schön der Reihe nach !
Berlin heuer einmal etwas anders "erfahren".  Was mich schon von Anfang an gereizt hat, wurde endlich wahr:

Den Inlinemarathon in Berlin laufen.
 
Bei ca. 7500 Startern und äußerst schlechten Wetterbedingungen, sehr glattem Untergrund und Wasserpfützen, zum Teil so groß wie der Wannsee, wurde dieser erste Lauf für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Beim üblichen Startgedränge braucht man schon einige Kilometer um einiger Maßen frei Skaten zu können. Ab Kilometer 10 lichteten sich dann so langsam die Reihen und es wurde für mich ein ziemlich flottes "Läufli"(Aussage Alfi). Hin und wieder gab es dann, der extremen Glätte wegen, richtig böse Stürze mit heftigen Verletzungen. Bei Halbmarathon traute ich erst meiner Uhr nicht ganz über den Weg. Zeit 0:53:43. Wauu, läuft ja eigentlich nicht schlecht. Ein bisschen mehr Gas geht vermutlich noch. In der nächsten Rechtskurve rutschte mir der linke Skate weg und ich lag mehr oder weniger senkrecht in der Luft. Ich dachte schon an die Landeschmerzen, habe mich aber wie auch immer wieder gefangen und dann erst einmal mit weniger Tempo und sehr wackeligen Beinen weiter gelaufen. Nach 3min ist dir die Aktion schon wieder schei.... Egal und willst wieder Speed. Es ist wie ein Rausch. Gas, Gas, Gas. Und nach 1:45:44 ging´s durch Ziel.

Eines weiß ich genau. Haile wird meine Zeit niemals schlagen.

Für mich wird dieses Unternehmen mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

Möglichweise hat ja der Eine oder Andere ja auch einmal Lust etwas neues zu "erfahren".

Ich bin dabei.  
Günther!
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Schwabi:

schwabi1_berlin_10Es ist soweit. Mein 7ter Berlin und insgesamt 9ter Marathon steht an. Anders als bei allen anderen Marathons ( abgesehen vom Würzburg Marathon im Frühjahr ) bin ich nicht optimal für das Rennen vorbereitet. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. Zuerst bringe ich mal das Routineprogramm mit Frühstück und Fahrt zum Startbereich hinter mich und atme dabei schon viel Marathon-Atmosphäre ein. Die unzähligen Läufer aus allen Herren Ländern sind immer wieder faszinierend. Schöne Landschaftläufe hin oder her, der Berlin Marathon hat schon seinen besonderen Flair. Auch bei wirklich schlechtem Wetter. Ich war diesmal wirklich schon sehr früh dran. Selbst vor den Dixiklos bildeten sich noch keine Schlangen! So war ich einfach nur dagesessen und hab mir die Leute angesehen und war dabei die Ruhe selbst. So gegen 8 Uhr habe ich mir dann gemütlich meine Rennschuhe angezogen und bin in Richtung Startbereich geschlendert. Die meisten Läufer zappelten übernervös herum, salbten, schmierten, hüpften, dehnten sich oder liefen sich jetzt schon ein. So spazierte ich weiterhin gemütlich Richtung Block A und irgendwie war ich der einzige, der in diese Richtung ging. Dort angekommen war es immer noch erst 8:10 also spazierte ich weiter Richtung Siegessäule um die Straßenseiten zu wechseln. Das Gedränge vor den Startblocks muss ich mir ja nicht antun. Inzwischen regnete es wieder stärker. Nach Überqueren der Straße startete ich das Einlaufen. Gaaanz langsam, so gute 10 min, dann noch die 3 obligatorischen Steigerungen und fertig. Ganz gemütlich konnte ich 10min vor dem Start nun in meinen Block. Ein komisches Gefühl. Block A. da stehen doch normal nur die absoluten Cracks. Irgendwie fühle ich mich hier fehl am Platz. Vielleicht auch deshalb, weil ich weiß, dass ich dieses Jahr die Zeit nicht laufen kann, die einen für Block A berechtigt. Aber das habe ich mir mit meinem Lauf letztes Jahr verdient! Sind wirklich  nicht sehr viele Leute die auf dieser Seite stehen. Direkt vor und nur noch die Afrikaner.

Und dann kurz nach 9:00 Uhr der Startschuss. Sehr schön flüssig geht es auf die Strecke. das ist halt der Vorteil wenn man vorne steht. Kein gestolpere, kein unvermitteltes Abbremsen. Einfach loslaufen und gleich sein Tempo finden. Irgendwie übersehe ich gleich mal die ersten beiden Kilometerschilder und weiß nicht so recht wie schnell ich laufe. Nach 3 km die erste Zwischenzeit. 11:20. Das ist nicht allzu schnell. Eigentlich genau richtig. Mein Tempo pendelt sich dann so bei 3:43 - 3:45 /km ein. Die 10km passiere ich bei 37:35. Vielleicht etwas zu schnell. Ich versuche es nicht zu übertreiben und gehe nicht den Läufern hinterher, die mich überholen. Und das sind erstaunlich viele! Beim HM stoppt es bei 1:20:14. Damit liege ich genau in meinem Zielbereich. Mal sehen was ich jetzt noch drauflaufen kann. Eine markante Nummer ist immer der 4er Schnitt und so bin ich ständig am schwabi2_berlin_10Rechnen, was für eine Zeit möglich ist, wenn ich wenigstens noch eine 4:00/km laufe. Bis km 30 klappt das noch ganz gut, allerdings laufe ich bereits seit 3km in der gefühlten Endbeschleunigung, die ich ja im Training geübt habe. Zum Glück, denn sonst hätte ich bestimmt nicht diesen Willen gehabt. So zähle ich also die Kilometer herunter und hab zwischen 35 und 40km wirklich einige Täler zu durchqueren, aber plötzlich läuft es dann wieder und die letzten Kilometer kann ich sogar noch den ein oder anderen überholen. Und dann sehe ich schon das Brandenburger Tor. Jetzt ist es gleich geschafft. Von da ab ist mir die Zeit eigentlich komplett egal. Kein Endspurt, kein dagegenhalten, wenn einer von hinten kommt. Ich laufe einfach mein Tempo bis ins Ziel durch und bin nur noch froh, es wieder mal geschafft zu haben. Und mit meiner Zeit von 2:45:34 liege ich auch genau in dem Bereich, den ich mir realistisch zugetraut habe. Mit meist weniger als 100km/Woche in der Vorbereitung, 3 langen Messetagen und einem ziemlichen Scheißwetter, war das fast mehr als ich erwarten konnte. Und so wie sich meine Beine angefühlt haben, wäre auch nicht viel mehr drin gewesen. Schade, dass es im Ziel dann so kalt war, so dass man dieses tolle Gefühl nicht noch mehr auskosten konnte. Ein Schüttelfrost jagte den anderen und die gereichten Getränke konnte ich teilweise nur schwer im Becher gehalten, so hat es mich geschüttelt. An dieser Stelle herzlichen Dank an meinen Lauffreund Norbert ( 2:52 AK45 ), der mir seine Trainingshose überlassen hat, weil ich Schussel meine Hose zum Wechseln eingepackt habe...