Home Artikel Röntgenlauf 2008 / Marathon 05.02.2012 
 
Der Verein
Startseite
Vereinsnachrichten
Newsletter
Kalender
Trainingszeiten
Gästebuch
Impressum
Kontakte
Login
Downloadbereich
Geschäftsordnung
Satzung
Seehhofhalle
Volleyball
Volleyballabteilung
Trainingszeiten
Beachvolleyball
Kontakte
Die MannschaftTrainingszeitenTabellePokalArtikelKontaktPhotoalbumUnsere GegnerInterner Bereich
Röntgenlauf 2008 / Marathon | Drucken |

Röntgenlauf 2008 / Marathon

Läuferbericht:  Franz Rudel

  

„Iso und Wasser, halb-halb!“

 

Das war meine Antwort auf die Frage meines Radbegleiters nach meinem Getränkewunsch bei der nächsten Verpflegungsstelle. Wie ein geölter Blitz radelte er zum Versorgungsstand und organisierte meinen Spezialauftrag.

 

Es sind wohl solche Momente, ...

die es erklären, warum man sich als Läufer auf den weiten Weg nach Remscheid ins Bergische (bergige) Land macht, um hier einen Marathon zu absolvieren, der wegen seines Höhenprofils eher in die Kategorie „beinhart“ einzustufen ist.

Und als Wiederholungstäter (1. Teilnahme: 2005) sollte man ja vorgewarnt sein.

Vier Wochen nach dem Massenevent Berlinmarathon wollte ich meine Form mitnehmen und mir als Kontrastprogramm den Landschaftslauf in Remscheid gönnen.

Auf eine schnelle Zeit zu laufen macht hier keinen Sinn. Die Kräfte gut einteilen, nie überpacen und manchmal  im Anstieg doch lieber gehen als laufen, überhaupt einen Sturz auf dem oft extrem abschüssigen und sehr glitschigen Waldboden zu vermeiden, ist die Devise. Erschwerend kommt hinzu, dass gleichzeitig die Halbmarathonis auf die Strecke gehen und man immer versucht ist, das Tempo dieser Läufer mitzugehen.

Der Laufeindruck ist alles in allem nur schwer zu beschreiben. Der eigentliche sportliche Wettkampf mit mir selbst begann erst nach dem Überqueren der Halbdistanz, wenn sich das Läuferfeld so ausdünnt, dass man über weite Strecken allein unterwegs ist, ohne für lange Zeit einen Läufer vor oder hinter sich zu sehen. Bei Bilderbuch- Herbstwetter könnte man diese Einsamkeit glatt genießen, wären da nicht die körperlichen Strapazen und der wie aus dem Nichts aufgetauchte Fahrradbegleiter auf seinem Mountainbike, der immer wieder versucht mit mir ins Gespräch zu kommen. Wirklich ein sehr netter, unkomplizierter Menschenschlag, da im Bergischen.

„Geht´s dir gut?“, „und, ich hab Magnesium dabei, du musst es nur sagen, wenn du was brauchst“. Später dann: „Was willst du zu trinken, Tee, Wasser oder Iso? Da vorne kommt die nächste Verpflegungsstelle.“

Iso und Wasser, halb-halb!

Aber so schlecht ging es mir tatsächlich nicht. Im Ziel war ich zwar heilfroh, dass ich es bis hierher geschafft hatte. Geplagt habe ich mich ganz schön, gequält nicht. Und wieder habe ich mir geschworen, das war sicher das letzten Mal, dass ich hier angetreten bin.

Jetzt, ein paar Tage danach, könnte ich mir eine erneute Teilnahme beim Röntgenlauf durchaus wieder vorstellen. Man könnte ja noch 21 km anhängen und somit im Ultralager mitmischen. Wer weiß?

Hat vielleicht jemand Lust, mitzukommen?

 

Weiter Info siehe: www.roentgenlauf.de

 

Franz