8. Spieltag am 07.02.2009 in Oberlangenstadt Achterbahn Eine wahre Achterbahnfahrt erlebten wir am letzten Samstag bei unserem vorletzten Spieltag in Oberlangenstadt. Zwar wussten wir, dass wir vom zweiten Platz nicht mehr zu verdrängen waren, aber mit zwei Siegen bestand noch eine Chance auf den Titelgewinn. Umso erstaunlich war es dann, dass wir völlig neben uns standen, als wir gegen den SSV Ober-/Unterlangenstadt in Spiel gingen. Zwar hatte die Heimmannschaft durch den Sieg zuvor gegen den direkten Konkurrenten aus Ebersdorf schon ihr Ziel erreicht und konnte befreit aufspielen. Doch war dies keine Entschuldigung für unser desolates Auftreten.
Die ersten beiden Sätze hatten wir nicht den Hauch einer Chance. Zwar lag uns die unkonventionelle Spielweise der Hausherren nicht (bereits das erste Spiel der Saison ging nur knapp im fünften Satz an uns), doch hatten wir keine Einstellung zum Spiel. Kein Akteur erreichte Normalform. Und auch der Gewinn des dritten Durchgangs war letztendlich nicht mehr als ein Strohfeuer. In vier Sätzen unterlagen wir den Oberlangenstädtern verdient und unsere Stimmung war im Keller. Nun sollte es gegen die Mannschaft des BSC Team Work Ebersdorf besser laufen. Hoch motiviert gingen wir in diese zweite Begegnung. Hatten wir doch eigentlich bis auf unsere Selbstachtung nichts mehr zu verlieren. Doch wie im ersten Spiel fegte der Gegner in den ersten beiden Sätzen über uns hinweg. Ohne Chance und Siegeswillen verloren wir diese beiden ersten Durchgänge deutlich und ein Debakel deutete sich an. Als es dann im dritten Satz 18:10 für die Ebersdorfer stand, waren wir geistig schon mit zwei Niederlagen im Gepäck auf der Heimfahrt. Einige letzte Wechsel und ein paar Fehler des Gegners ließen uns aber Punkt für Punkt herankommen. Was dann folgte, war eine nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd. Selbst die Älteren (oder sollte man sagen Alten) unter uns mussten lange überlegen, wann Sie überhaupt einmal einen solchen Rückstand wett gemacht hatten. Mit viel Kampf gewannen wir den dritten Durchgang völlig überraschend. Dass wir den vierten Satz mit sage und schreibe 25:8 gewannen zeigt, dass die Ebersdorfer mit der Situation überfordert waren und regelrecht einbrachen. Den fünften Satz dann auch noch relativ souverän für uns zu entscheiden, war eigentlich eine logische Folge. Mit viel Euphorie feierten wir diesen eigentlich schon verloren geglaubten Spielgewinn. Bleibt die Erkenntnis, das man nie die Hoffnung aufgeben soll und wir nicht unterschätzt werden dürfen. Zwar waren wir etwas enttäuscht, durch die eine Niederlage die letzte Chance auf den ersten Platz verspielt zu haben. Doch der Verlauf des zweiten Spiels hat und für vieles an diesem Tag entschädigt. Bleibt uns nun der letzte Spieltag zu Gast beim Tabellenführer aus Rödental. Mit dem Wissen, dass wir das erste Spiel gegen Rödental nur mit (Verletzungs-)Pech verloren haben und ohne den Druck gewinnen zu müssen, hoffen wir auf ein gutes Spiel und vielleicht einen Sieg. Mit einer kämpferischen Einstellung sollte das möglich sein. Den Spaß am Spiel haben wir glücklicherweise am Samstag doch nicht verloren.
Für den SCM II spielten: Jörg, Stefan W., André, Frank, Simon, Sven, Christian, Schorsch und Matz.
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