Nach ein paar gespielten Bällen gegen die zweite Mannschaft der VG Bamberg hatte man den Eindruck, dass wir uns sehr schwer tun, auf die kleine Halle einzustellen. Von der Souveränität eines Tabellenführers war nicht viel zu sehen. Unser Team wirkte nervös und bisweilen verunsichert. Zwar konnten wir den ersten Satz noch gewinnen, doch bereits den folgenden mussten wir verdient an unsere Nachbarn abgeben. Dass diese sich über einen Satzgewinn mehr freuten, als die meisten Teams über eine gewonnenes Spiel, machte uns aber deutlich, wer hier eigentlich den Ton angeben sollte. Dank einer geschickten Umstellung durch unseren Trainerfuchs Stefan B. auf zwei Zuspieler zum 4-2-System, kehrten wir in die Erfolgsspur zurück. Zwar hätten wir unseren Zuschauern in den beiden, noch folgenden Sätzen, gerne gezeigt, zu welch gutem Spiel wir fähig sind, doch war in diesem Fall ein Gewinnen - egal wie - wichtiger. Letztendlich gewannen wir dieses Kampfspiel mit 3:1 und zugleich die Erkenntnis, auch solche unschönen Partien siegreich gestalten zu können. Mit diesem Sieg im Rücken wollten wir den zweiten Gegner, den BSC Teamwork Ebersdorf nicht unterschätzen. Und dass wir gut daran taten, war uns schnell klar. Die Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld zeigte ein extrem starkes Spiel und machte uns aufgrund eines guten Blockspiels unsere Grenzen im Angriff deutlich bewusst. Allen war nun bewusst, dass wir uns einer Mannschaft auf Augenhöhe gegenüber sahen, die wir nur durch unsere beste Leistung besiegen konnten. Nachdem die beiden ersten Sätze gerecht geteilt wurden, wollte niemand eine Prognose abgeben, wer am Ende das Spielfeld als Sieger verlassen wird. Was folgte, waren zwei äußerst hart umkämpfte Durchgänge, die wir zu unserer Freude siegreich gestalten konnten. Riesig war die Freude über den hart erkämpften Erfolg, doch waren wir uns mit dem Team aus Ebersdorf beim „Après-Spiel“ einig, dass eigentlich ein Unentschieden auch gerecht gewesen wäre. Selbst einige Tie-Break-Spiele diese Saison waren letztendlich deutlicher als dieses vermeintlich klare 3:1. Also haben wir doch ein Nikolausgeschenk bekommen, aber nicht in Form von zwei leichten Spielen. Gerne nahmen wir das „Geschenk“ der weiteren ungeschlagenen Tabellenführung an. In zwei Wochen wird sich wieder zu Hause zeigen, ob wir mit unserem Nimbus der Unbesiegbarkeit in das neue Jahr wechseln. Von uns aus kann es gerne so weitergehen. Für den SCM II spielten: Stefan W., André, Michael, Simon, Matz, Jörg, Sven, Christian und Frank |